EUDR: Sind Sie bereit?

EUDR Readiness Audit 

Kann die EUDR kommen? Diese Frage sollten Sie sich spätestens jetzt beantworten, denn wenn Sie der Entwaldungsverordnung nicht nachkommen, drohen hohe Geldstrafen sowie der Verlust Ihrer Reputation. Noch haben Sie Zeit, Risiken zu identifizieren und Lücken zu schließen. Doch dazu müssen Sie in die Tiefe gehen. Nur so finden Sie heraus, wie weit Sie tatsächlich mit der Umsetzung sind. So gehen Sie vor: 

1. Lieferketten und Rückverfolgbarkeit 

Verschaffen Sie sich ein möglichst vollständiges Bild, woher Ihre Waren stammen und wie die Lieferantenbeziehungen vor Ort aussehen. Es reicht nicht aus, dass Sie Ihre direkten Lieferanten kennen. Sie werden auch in die Pflicht genommen, wenn Ihre Geschäftspartner Waren aus entwaldeten Gebieten von Dritten beziehen. Für ein funktionsfähiges EUDR-Reporting benötigen Sie Informationen auf Warenebene, die Sie bis zur Anbaufläche zurückverfolgen können. 

2. Geolokalisierung 

Wenn Sie die Anbauflächen kennen, sollten Sie die GPS-Daten in Erfahrung bringen. Dabei schreibt die EU detailliert vor, wie Sie die geografischen Koordinaten der Grundstücke angeben müssen. Für Felder mit einer Größe von 4 Hektar und mehr reichen einzelne Datenpunkte nicht aus. Vielmehr muss der Nachweis über Polygon-Daten erbracht werden. Sie geben die exakten Umrisse bzw. Grenzen von Anbau- und Produktionsflächen an. Damit soll ausgeschlossen werden, dass sich die Flächen mit entwaldeten oder geschüzten Gebieten überlappen. Der Gesetzgeber verlangt einen exakten Nachweis, dass alle Komponenten einer Ware aus Gebieten stammen, die nach 2020 nicht entwaldet wurden. 

3. Umfassende Risikoanalyse 

Leider reicht es für die EUDR Compliance nicht, die Herkunfts- und Geodaten zu überprüfen. Unternehmen, die EUDR-relevante Waren nutzen oder damit handeln, sind auch für legale, ökologische und soziale Risiken verantwortlich. Sie müssen nachweisen, dass einschlägige Gesetze des Herkunftslands eingehalten wurden. Auch Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte sowie Steuervorschriften, Korruptionsbekämpfungs-, Handels- und Zollvorschriften gilt es einzuhalten. An einer sehr komplexen Risikoanalyse führt also kein Weg vorbei, zumal auch Korruption und Behördenversagen in den Herkunftsländern erhebliche Risiken darstellen. 

4. Risikominderung 

Aus der Analyse sowohl der Geodaten als auch der Risiken leiten Sie weitere Schritte ab: Lassen sich Risiken in einzelnen Ländern oder Regionen nicht kontrollieren, müssen Sie vielleicht Lieferanten auswechseln. Sie können eine engmaschige Überwachung, weitere Audits oder konkrete Nachbesserungen einplanen. 

5. Dokumentation 

Zwar können Sie sich nicht auf Zertifikate allein verlassen, doch um zu prüfen, wo Sie stehen, sollten Sie die vorhandenen Dokumente sammeln: 

  • Landtitel, 
  • Zertifikate, 
  • Lizenznachweise, 
  • Transportdokumente 
  • usw. 

Prüfen Sie, welche Dokumente vorhanden und ob diese vollständig und aktuell sind. Legen Sie auch fest, wie Sie die Dokumentation aktualisieren. 

6. Prozesssicherheit 

Machen Sie sich im Rahmen des Audits Gedanken, wie Sie Ihre Beschaffung so organisieren, dass alle Prozesse EUDR-konform sind. Übertragen Sie dazu die Verantwortung für einzelne Bereiche – Einkauf, Compliance, Nachhaltigkeit – an Mitarbeitende und definieren Sie Freigabe- sowie Eskalationsprozesse. 

7. Systemunterstützung 

Eine speziell auf Supply Chain Transparency ausgelegte Software unterstützt bereits beim Audit. Bei der Umsetzung senken Sie damit Compliance-Risiken und senken den Aufwand auf ein Minimum: 

  • Sie erfassen damit die Informationen Ihrer Lieferanten, um die DDS einzureichen. 
  • Sie können Grundstücke hochladen. 
  • Verfügbare Informationen werden automatisch ermittelt. 
  • Prozesse werden skaliert und automatisiert. 

Spätestens im Rahmen des Audits sollten Sie daher eine geeignete Lösung auswählen und implementieren. 

Sphera unterstützt Sie nicht nur mit passgenauen Anwendungen, sondern berät Unternehmen individuell und vorausschauend – von der Risikoanalyse bis zum Reporting. Nehmen Sie Kontakt mit unseren Compliance Consultants auf. 

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